Das grosse Buch der SIG-Pistolen


Eckdaten

Titel
Das grosse Buch der SIG-Pistolen
Autor
Lorenz Vetter
Erscheinungsjahr
1995
Auflagen
1
Verlag
CH: Stocker-Schmid AG, Dietikon / DE: Motorbuch-Verlag, Stuttgart
ISBN
3-7276-7123-8
Seiten
240
Gewicht
?
Abmessungen (HxBxT)
ca. 30x24x2 cm

Vorwort

Wer gerne etwas über SIG-Pistolen erfahren möchte und dabei hohe Ansprüche an Informationstiefe hat, der kommt um dieses Buch hier nicht herum. Es ist Bestandteil der „heiligen Dreifaltigkeit“ der SIG-Pistolenbücher, zusammen mit Begegnungen mit einer Legende und Die SIG Pistolen von H.P. Doebeli, und mit Abstand das begehrteste… und teuerste. Aus mehr oder weniger gutem Grund. Widmet sich Begegnungen mit einer Legende mehr den Sondermodellen und Fotografien an sich und bildet Die Sig Pistolen ein Mittelding, so geht Das grosse Buch der SIG-Pistolen sehr in die Tiefe, was Infos anbelangt.

Von den Petter-Pistolen bis zur P228 wird minutiös jedes Modell und jede Variante aufgelistet, mit technischen Daten und Bemerkungen. Dass die P210 dabei den Löwenanteil des Buches in Beschlag nimmt dürfte verständlich sein, ist die P210 doch quasi die SIG-Pistole, mit vielen unterschiedlichen Varianten auch innerhalb ihrer verschiedenen Ausführungen.

Von Aussen

Inhalt

Hier das Inhaltsverzeichnis, 1:1 wie es im Buche steht.

Inhalt

Dank und Abkürzungen

Die SIG-Pistolen (Vorwort)
SIG-Chylewski-Einhand-Pistole 1919
Die Petter-Pistolen
Original-Petter-Pistole 7,65 mm und 9 mm Para
SIG Sp 47/8, 1947
Selbstladepistole SIG P 210-1
Selbstladepistole SIG P 210-2
Selbstladepistole SIG P 210-3
Selbstladepistole SIG P 210-4
Selbstladepistole SIG P 210-5
Selbstladepistole SIG P 210-6
Selbstladepistole SIG P 210-7

  • Kleinkaliber-Wechselsysteme
  • Kleinkaliber-Pistolen

Die Schweizer Armeepistole
Ehrengaben
Schnittmodelle SP 47/8 – P 210
Dänische Armeepistole SIG P 210-L
Jubiläumspistolen
Doppelnummerierungen
Zubehör und Ersatzteile
Selbstladepistole SIG P 220
Selbstladepistole SIG-Sauer P 225 (P 6)
Selbstladepistole SIG-Sauer P 226
Selbstladepistole SIG-Sauer P 228
Selbstladepistole SIG-Sauer P 229
Selbstladepistole SIG-Sauer P 230
Selbstladepistole SIG / SIGARMS P 239
Selbstladepistole SIG / Hämmerli P 240
Combat-Pistolen SIG P 210-6
Versuche

  • Kronthaler-Verschluss
  • SIG P 210 Kurzausführung
  • SIG P 210 mit beweglichem Griff
  • SIG P 235
  • SIG P 245
Hier endet das Buch relativ abrupt, es gibt kein Nachwort, kein Epilog, keine weitere Seite.

Eindrücke

Preis und Verfügbarkeit

Wie bereits angetönt, das Buch ist relativ selten anzutreffen und wenn, dann zu horrenden Preisen. Das geht von als normal angesehenen 200-300 CHF über hohe 500 CHF bis zu utopischen 1000 Euro aufwärts.
Die Nachfrage ist hoch und so werden diese Preise auch bezahlt – bei über 500 Euro dürfte der Verkäufer aber lange warten, denn der Preis ist schlichtweg aus der Luft gegriffen. 200-300 CHF werden aber wohl oft und bereitwillig bezahlt. Finden tut man das Buch ab und an auf hiesigen Onlineplattformen wie Ricardo oder Tutti, es wird teilweise in Foren feilgeboten (dort weiss der Verkäufer allerdings in der Regel, was er verlangen kann) oder man findet es in spezialisierten Onlineshops. In physischen Läden eher weniger.

Es empfiehlt sich hier, auf sein Glück zu hoffen und einfach zu warten, möchte man es sein Eigen nennen. Sollte man in einem Schützenverein sein, so wird sicher mindestens eine Person dort das Buch besitzen. Will man also nur etwas nachschlagen, lohnt es sich, das Buch einfach auszuleihen.
Ich bin eher zufällig über das Buch gestolpert, da ich nicht bereit war, so viel Geld dafür auszugeben. Also wartete ich auf eine Gelegenheit, welche zwar über ein Jahr auf sich warten liess, dafür hat es sich besonders gelohnt.

Persönliches Fazit

Abgesehen von den horrenden Preisen, die verlangt werden: Das Buch wird seinem Ruf und seiner Nachfrage gerecht. Es gibt wohl kein anderes, welches sich so intensiv und detailliert mit den SIG-Pistolen beschäftigt. Dass das Buch Jahrgang 1995 hat ist ebenfalls zu bedenken; Es ist relativ aktuell und umspannt mehrere Pistolen-Modelle, welche in früherer Literatur noch gar nicht auf dem Markt waren. Die Fotos sind zwar allesamt schwarzweiss, aber scharf genug, um selbst feine Unterschiede der Modelle ausmachen zu können. Wer auf farbige Inszenierung nicht verzichten will, der lege sich das heuer in zweiter Auflage erschienene Begegnungen mit einer Legende zu. Die Bücher ergänzen sich ideal.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern Ernst Grenacher dem Buch „Konkurrenz“ machen wird, ob seines angekündigten Buch über Schweizer Faustfeuerwaffen. Bis dahin ist und bleibt Lorenz Vetters Buch die unangefochtene Nummer Eins. Aber eben. Wer nicht so viel Knete ausgeben will für das Buch, der leihe es sich besser aus oder übe sich in viel Geduld.

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