Hand- und Faustfeuerwaffen der Schweizer Armee


Eckdaten

Titel
Hand- und Faustfeuerwaffen der Schweizer Armee von 1842 bis heute
Autor
Ernst Hostettler
Erscheinungsjahr
1987
Auflagen
?
Verlag
Buch-Vertriebs-GmbH Zürich
ISBN
keine
Seiten
128
Gewicht
?
Abmessungen (HxBxT)
ca. 14.5×10.5×1 cm

Vorwort

Hier haben wir ein kurioses Buch. Oder besser Büchlein. Passt knapp in die Hosentasche, ist bis auf vier Ausnahmen (IG 1842, Stutzer 1851, Peabody 1867 und Vetterli 1878) komplett schwarzweiss, wurde schief gedruckt und hat einige Schreibfehler. Beim 90er wurden die technischen Daten sogar von Hand mit einem Zettel mit vermutlich aktuelleren Daten überklebt. Dazwischen Werbung für Bücher über Flugzeuge und Eisenbahnen der gleichen Serie. Und was soll man jetzt damit anfangen? Nun, der Autor begründet die Daseinsberechtigung des Büchleines in seinem Vorwort.

Von Aussen

Das Titelbild ziert das Sturmgewehr 90 (mal mit Lauf nach links abgelichtet), die Rückseite zeigt die Raketenpistole 1917.

Inhalt

Hier das Inhaltsverzeichnis, 1:1 wie es im Buche steht:

Vorwort

Einleitung

Die Gewehre bis 1867

  • Infanteriegewehr Modell 1842
  • Eidgenössischer Stutzer 1851
  • Jägergewehr 1856/59
  • Infanteriegewehr 1863
  • Infanteriegewehr 1863, abgeändert nach Milbank-Amsler
  • Peabody-Gewehr 1867

Die Vetterli-Gewehre

  • Repetiergewehr Vetterli Modell 1869/70
  • Repetiergewehr Vetterli Modell 1871
  • Repetierstutzer Vetterli Modell 1871
  • Kavallerie-Repetierkarabiner Vetterli Modell 1871
  • Repetiergewehr Vetterli Modell 1878
  • Repetiergewehr Vetterli Modell 1881
  • Repetierstutzer Vetterli Modell 1881

Die Gewehre ab 1889

  • Repetiergewehr Modell 1889, System Schmidt
  • Kvallerie-Karabiner 1893
  • Repetiergewehr Modell 1889/96
  • Kadettengewehr Modell 1897
  • Kurzes Gewehr Modell 1889/1900
  • Kavallerie-Karabiner 1905
  • Infanteriegewehr 1896/1911 und 1911
  • Karabiner Modell 1911
  • Karabiner Modell 1931
  • Zielfernrohr-Karabiner Modell 1955

Die automatischen Waffen

  • Leichtes Maschinengewehr 1925 (Lmg 25)
  • Lmg-Pistole 1941/44 (Mp 41/44)
  • Maschinenpistole 1943/44 (Mp 43/44)
  • Sturmgewehr 1957 (Stgw 57)
  • Sturmgewehr 90 (Stgw 90)

Die Revolver

  • Revolver 1872
  • Revolver 1878
  • Revolver 1882
  • Revolver 1882/1929
  • Revolver-Futterale

Die Pistolen

  • Pistole 1842
  • Selbstladepistole Ordonnanz-Pistole 1900
  • Selbstladepistole Ordonnanz-Pistole 1900/06 DWM
  • Selbstladepistole Ordonnanz-Pistole 1900/06 W+F
  • Selbstladepistole 9-mm-Pistole Modell 1949
  • Pisole SIG-Sauer 9-mm-Pistole Modell 1975
  • Pistolen-Futterale

Raketen- und Signalpistolen

  • Raketenpistole Modell 1917
  • Raketenpistole Modell 1917/38
  • Fliegersignalpistole Modell 1927

Nachwort

Begriffserklärungen

Waffe restaurieren

Literaturhinweise

Vor dem Vorwort kommt noch eine kurze Danksagung des Verlages an diverse Adressen, interessanterweise ohne Ernst Hostettler zu erwähnen.

Das Vorwort stammt von Altbundesrat Arnold Koller (CVP), welcher von 1987 bis 1989 dem EMD (heute VBS) und von 1989-1999 dem EJPD vorstand.

In der Einleitung erläutert der Autor die Hintergründe der Entstehung dieses Buches. So soll es besonders Jungedliche, aber auch anderen an Waffen Interessierte ansprechen. Zudem soll es als eine Art Erinnerung an den eigenen Wehrdienst und “die gute, alte Zeit” dienen. In der Einleitung steht auch folgender Satz: “Es ist zu befürchten, dass das Sturmgewehr 90 nicht einmal mehr während der dienstfreien Zeit zuhause aufbewahrt werden darf.” Dies war 1987, wir schlagen uns also heute mit den gleichen Problemen wie damals herum. Immerhin, das Stgw 90 darf auch 30 Jahre (uff) später noch mit nach Hause genommen werden.

Den jeweiligen Kaptieln geht eine kurze Geschichtslektion voraus, die Waffen selber werden dann mit ein paar Sätzen und einigen technischen Details beleuchtet. Dies sei bewusst so, schreibt Ernst Hostettler, es gäbe bereits genug umfassendere Literatur.

Das Nachwort indes geht auf die Thematik der Waffenauswahl des Büchleins ein; So legt es dar, dass nur militärische Ordonnanzwaffen abgebildet sind und keine (Militär)Polizeiwaffen.

Die Begriffserklärungen beschränken sich auf die gängigsten, im Buche erwähnten Fachbegriffe. Dem folgt ein kleiner Text mit der Übrschrift Waffen restaurieren, ja oder nein!. Darin wird auf ebenjene Frage eingegangen, ob alte, antike Waffen restauriert werden sollen oder nicht.

Dem schlusslichtbildenden Literaturhinweisverzeichnis folgen Werbung für ein Buch über schweizer Faustfeuerwaffen und das Schweizer Waffenmagazin SWM. Damals noch eigenständig und für 67.50 CHF für 10 Ausgabe im Abo erhältlich.

Eindrücke

Preis und Verfügbarkeit

Tja… keine Ahnung, wo man das Buch herkriegen soll. Vergriffen ist es schon lange. Im Katalog der Kessler Auktionen: CH-Ordonnanz Spezialauktion vom 22. August 2009 (Seite 14, Objekt 09031) tauchte es auf, da wurde es im Lot mit drei anderen Büchlein versteigert, zum Anfangspreis von 40 CHF, mit geschätztem Wert von 80 CHF.
Ich hab es bei Ricardo gefunden, für meiner Erinnerung nach um die 30 CHF. Ricardo und Konsorten werden wohl auch die Plattformen sein, wo man das Büchlein noch am Besten finden kann.

Persönliches Fazit

Allzu viel darf man sicherlich nicht erwarten. Wie der Autor bereits selbst sagt, sind alle darin erwähnten Waffen andernorts um ein Vielfaches ausführlicher vorgestellt. Das war 1987 so und hat sich in den darauf folgenden 30 Jahren nicht geändert.

Als kleine Übersicht über die militärischen Mittel und eben, als Jugend- oder Erinnerungsbüchlein gedacht, hat es sicherlich eine Daseinsberechtigung. Wer aber wirklich mehr wissen und tiefer ins Detail gehen will, dem sei andere Fachliteratur mehr empfohlen.

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