Handfeuerwaffen Gradzug-Systeme


Eckdaten

Titel
Bewaffnung und Ausrüstung der Schweizer Armee seit 1817: Handfeuerwaffen Gradzug-Systeme (Band 4)
Autor
Kurt Sallaz & Michael am Rhyn
Erscheinungsjahr
1978
Auflagen
2. Auflage 1984
Verlag
Stocker-Schmid AG Dietikon-Zürich
ISBN
3-7276-705-3
Seiten
173
Gewicht
?
Abmessungen (HxBxT)
ca. 30x24x1.5 cm

Vorwort

Dieses Buch aus der Reihe Bewaffnung und Ausrüstung der Schweizer Armee seit 1817 bildet das 4. von insgesamt 15 Bänden. In dem Buch geht es vor Allem um die Gradzug-Repetierer, die nicht nach dem Vetterli-System gebaut sind (diese werden in Band 3: Handfeuerwaffen System Vetterli behandelt).

Unterschieden wird im Buch zwischen Ordonnanzmodellen und Versuchs- und kommerziellen Waffen. Auch das Waffenzubehör wird sehr detailliert beleuchet. Überhaupt unterscheidet sich das Buch vehement im Vergleich zu den Bänden Automatwaffen I und Automatwaffen II und zwar dahingehend, dass hier ganze Wände von Text und Informationen auf den Leser warten. Dies fängt mit der Geschichte der Entwicklung des Gradzugsystems und einer Biografie von Rudolf Schmidt (einer der Namensgeber des Schmidt-Rubin Systems) an und zieht sich durch das ganze Buch. Über jedes Waffenmodell bzw. jede Waffenfamilie wird ausführlich geschrieben.

Die Bilder wiederum sind übliche Kost. Schwarzweiss, zwischendrin Funktionszeichnungen, Tabellen, Schnittmuster. Besonders das Zubehör wird hier auffallend detailliert wiedergegeben. Vom Wechselsystem über Magazine und Beiwaffen, ja sogar Laufdeckel, ist alles abgebildet und beschrieben.

Mir liegt hier die zweite Auflage dieses Buches von 1984 vor.

Von Aussen

Inhalt

Hier das Inhaltsverzeichnis, 1:1 wie es im Buche steht.

Vorwort

Das Gradzug-System und seine Entwicklung

Rudolf Schmidt 1832-1898

Repetiergewehre und -karabiner Kadettengewehr Zielfernrohr-Karabiner Ordonnanz-Modelle

  • Repetiergewehr Modell 1889
  • Repetierkarbiner Modell 1893
  • Repetiergewehr Modell 1889/96
  • Kadettengewehr Modell 1897
  • Kurzes Gewehr Modell 1889/1900
  • Repetierkarabiner Modell 1905 für Kavallerie
  • Infanteriegewehr Modell 1896/1911
  • Infanteriegewehr Modell 1911
  • Karabiner Modell 1911
  • Karabiner Modell 1931
  • Zielfernrohr-Karabiner Modell 1931/42
  • Zielfernrohr-Karabiner Modell 1931/43
  • Zielfernrohr-Karabner Modell 1955
  • Fabrikationsbewegungen
  • Modellvergleiche

Repetiergewehre und -karabiner Kadettengewehr Zielfernrohr-Karabiner Versuche und kommerzielle Waffen

  • Repetiergewehr Flisch 1873
  • Repetiergewehr Schmidt ca. 1885
  • Repetiergewehr Schmidt ca. 1885
  • Repetiergewehr System Schmidt Nr.2, Vorlage 1885
  • Repetiergewehr v. Mannlicher ca. 1886/88
  • Repetiergewehr SIG ca. 1887
  • Repetiergewehr Schmidt, Vorlage 1887/88
  • Repetiergewehr SIG, Vorlage 1887/88
  • Repetiergewehr SIG, Vorlage 1887/88
  • Repetiergewehr SIG, ca. 1887
  • Repetiergewehr SIG, ca. 1887
  • Repetiergewehr SIG, ca. 1887
  • Repetiergewehr Schmidt, Modell 4, 1888
  • Infanteriegewehr Schmidt, Modell 4, 1888
  • Repetiergewehr Schmidt, Modell 4, Vorlage 1888
  • Infanteriegewehr Schmidt 1888/89
  • Repetiergewehr Schmidt, Vorlage 1889
  • Repetierkarabiner Schmidt ca. 1889
  • Repetierkarabiner Schmidt ca. 1889
  • Repetierkarabiner Schmidt ca. 1890
  • Kadettengewehr W+F, Vorlage 1896
  • Kadettengewehr SIG, Vorlage 1896
  • Kadettengewehr SIG, Vorlage 1896
  • Repetiergewehr Vogelsang-Rebholz, Vorschlag 1889/96
  • Kadettengewehr W+F, Vorlage 1896
  • Infanteriegewehr Flury ca. 1901
  • Repetierkarabiner W+F, Modell 1905
  • Infanteriegewehr Frey/SIG 1906
  • Repetierkarabiner Stamm-Saurer 1905/07
  • Gewehre und Karabiner Saurer, System Stamm
  • Kurzgewehr Stamm-Saurer, erste Ausführung
  • Repetierkarabiner W+F, Versuchsmodell 1908
  • Repetierkarabiner W+F, Versuchsmodell 1908
  • Infanteriegewehr W+F, Versuchsmodell 1908
  • Repetierkarabiner W+F ca. 1910
  • Infanteriegewehr Stamm-Saurer ca. 1911
  • Repetierkarabiner End 1915
  • Zielfernrohr-Karabiner W+F ca. 1928
  • Zielfernrohr-Karabiner W+F ca. 1940
  • Zielfernrohr-Karabiner W+F 1942
  • Zielfernrohr-Karabiner Hämmerli, kommerziell ca. 1950

Einsatzsysteme Kleinkaliber- und Sportwaffen

Anhang

  • Die Munition zu den Schweizerischen Ordonnanzwaffen Kaliber 7,5 mm
  • Die Beiwaffen
  • Waffenzubehör
  • Schrifttum
  • Abkürzungen
  • Standortverzeichnis
  • Dank

Eindrücke

Preis und Verfügbarkeit

Das Buch, bzw. die ganze Buchserie, ist seit längerer Zeit vergriffen. Teilweise findet man einzelne Exemplare im Waffenhandel, in Buchantiquariaten, spezialisierten Sammlershops oder auf Auktions- bzw. Flohmarktseiten. Ich habe dieses Buch über die Auktionsplattform Ricardo ersteigert. Die Preise variieren je nach Buch und Zustand, bewegen sich aber allgemein im unteren dreistelligen Bereich. So liegt der Durchschnittspreis zwischen 120-150 CHF pro Buch, mit Schwankungen nah unten (weniger gesuchte Exemplare) bis über 200 CHF für sehr gesuchte (der Band Griffwaffen zum Beispiel).

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, alle Bücher der Serie für unter 100 CHF pro Buch zu ergattern – was nicht immer einfach ist, da die Buchserie recht gesucht ist. Man braucht etwas Glück und Zeit, so ein Angebot zu finden.

Persönliches Fazit

Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob das Buch denn seit Erscheinen von Schweizer Militärgewehre Hinterladung 1860-1990 noch lohnt. Nun, anders als bei den Bänden Automatwaffen I und Automatwaffen II würde ich dieses Buch nicht als überholt, sondern als Ergänzung zu Grenachers Werk bezeichnen.

Die vielen, vielen (sehr vielen) Passagen über Geschichte, Entwicklung, Beschlüsse und so weiter sind in dieser Form nur in diesem Buch hier vorhanden. So hat es doch seine Daseinsberechtigung, auch als Nachschlagewerk, denn eine spezifische Waffe zu finden ist hier gelinde gesagt leichter, als in Grenachers seitenlangem Inhaltsverzeichnis.

Besonderer Leckerbissen sind immer wieder die Schnittmodelle und alte Zeichnungen. Auch hier gibt es, analog Automatwaffen I, ein Centerfold. Jenes ist eine wunderschöne Übersicht über das Schweizer Repetiergewehr Modell 1889.

Dieser altmodische Charme ist übrigens einer der Gründe für meine Leidenschaft für schweizer Waffenliteratur.

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